Der etwas andere JahresrückblickSee 2016 AH3X7190a

Das war das Jahr 2016 aus der Sicht des Salzgittersees

Vor wenigen Wochen jährte sich zum 90. Mal der Todestag von Erik Weisz - vielen vermutlich besser bekannt als Harry Houdini, der Meister der Entfesselung und Zauberkünstler, der einen Platz in der Ruhmeshalle der Gesellschaft amerikanischer Magier hat.
Magische, zauberhafte und fesselnde Momente gab es 2016 wieder zahlreich am Salzgittersee. Bei der 7. Auflage der Salzgitter Island Challenge spielte Discgolf-Jungstar Marvin Tetzel nach anfänglichen Schwierigkeiten wie entfesselt auf. Damit hielt die Serie, dass noch nie ein Sieger auf dem deutschlandweit einmaligen Insel-Parcours seinen Titel verteidigen konnte.
Ganz anders verlief der 20. Salzgitter Volkstriathlon. Sieger Ulf Bartels triumphierte zum dritten Mal in Folge. Nur der Streckenrekord, den er in den beiden Vorjahren stets unterboten hatte, fiel dieses Mal nicht.

 

Welch hohen Stellenwert diese zwei Veranstaltungen genießen, verdeutlich schon die Tatsache, dass die maximale Teilnehmerzahl binnen kürzester Zeit nach Öffnung des Anmeldefensters erreicht war.
Als echte Zuschauermagneten entpuppten sich wie immer das Fackelschwimmen und der Drachenboot-Cup. Am Ostersonntag weckten die Wassersportler traditionell den Meeresgott Poseidon aus seinem Winterschlaf. Aus der Ferne betrachtet, wirkte es wie der Tanz von Glühwürmchen auf der Wasseroberfläche, als die Taucher mit ihren entzündeten Fackeln von zwei Uferseiten aus zur Mitte des Sees schwammen. Als Poseidon davon erwachte, wurde ein spektakuläres Höhenfeuerwerk gezündet, das den Himmel über der Reppnerschen Bucht farbenprächtig illuminierte.

Fast ebenso bunt ging es bei den Drachenboot-Rennen zu. Die kostümierten Mannschaften paddelten eifrig um die Wette, um im Ziel die schnellste Zeit gestoppt zu bekommen. Die "Eintakter" dominierten im Fun-Cup, im Firmen-Cup gab das Zielfoto knapp den Ausschlag für die "Concordia Dragons".
Tags darauf wurde es mathematisch. Zwar fuhren sie auch geradeaus, doch mit der Kreiszahl berechneten die π-raten vom Gymnasium am Fredenberg offenbar die schnellste Linie durch die Fluten zur Titelverteidigung beim Schüler-Cup.
Noch mehr Boote, allerdings mit zahlenmäßig etwas kleineren Besatzungen, bevölkerten den See bei der Deutschen Jugendmeisterschaft der Ruderer. Knapp 1.000 Mädchen und Jungen legten sich im Einer, Zweier, Vierer und Achter in die Riemen oder Skulls.

Leinen los hieß es auch für die Heißluftballone, als sie während der Flugtage gen Himmel aufstiegen. Wer es weniger ouvert mochte, ließ sich mit dem Helikopter, der Dornier oder der Antonow chauffieren. Nur Armin Brennenstuhl nahm keine Passagiere mit an Bord. Denn in seiner Pitts S2 wäre wahrscheinlich jedem übel geworden. Loopings, Rollen, kubanische Acht oder Sturzflug - bei den waghalsigen Kunstflugeinlagen stockte den Zuschauern der Atem. Das fesselnde Ballonglühen in der Dämmerung und Dunkelheit war dann die magische Klimax am Boden.

Nicht im Dunkeln blieben die Pläne für den Ausbau der See-Promenade. Das Ingenieurbüro "Architekten gjh" legte der Stadt Salzgitter drei Varianten für die Umgestaltung des Bereiches zwischen DLRG-Station und Jachthafen vor. Jede hat so ihren Charme. Mal sehen, ob die Politik sich für eine entscheidet oder eine Promenaden-Mischung präferiert. Schick, oder besser gesagt noch schicker soll es nämlich am See werden. Auf einem Abschnitt hat der Ausbau daher bereits begonnen. Die reinrassige Wasserski-Anlage platzt im Sommer meist aus allen Nähten. Um dem Ansturm Herr zu werden, wurde speziell für Anfänger eine zweite, kleinere Bahn gebaut. So kann man schneller wieder auf den Brettern, die die Wasserwelt bedeuten, stehen, wenn man nach dem Start die Nase zu früh wieder unten hatte.

Ein feines Näschen hat der Norddeutsche Rundfunk. Einen ganzen Tag lang berichtete der NDR vom Salzgittersee. Und das bei allerschönstem Sommerwetter. Wasserscheue Besucherkatzen oder -kater machten es sich auf dem Sonnendeck gemütlich, schlürften genüsslich Cocktails oder Cappuccino und sahen den Profis und ambitionierten Hobbyfahrern bei der großen Wasserski-Show zu. Einige Tricks hätte nicht einmal Harry Houdini erklären können. Vermutlich aber der Super-Felix, der in bester Superman-Manier über das Wasser durch die Luft flog.

Viel zu erklären hatten mit Sicherheit die Rettungsschwimmer der DLRG. Beim Tag der offenen Tür konnte jeder Interessierte Fragen stellen und die Arbeit der ehrenamtlichen Wasserretter kennenlernen. Direkt gegenüber der DLRG-Station veranstaltete die Stadt Salzgitter zusammen mit dem Bündnis Leben am Weltkindertag wieder die Aktion "Salzgitter spielt". Für die Kleinen war es ein äußerst unterhaltsamer Nachmittag mit einer riesigen Auswahl an Spiel und Spaß.

Den haben die Angler, Segler, Surfer, Ruderer, Kanuten und Taucher während der gesamten Saison in und auf ihrem Revier, das man als Besucher auch per Tretboot befahren kann. Vor allem die bunten und schwarzen Schwäne des Tretboot-Verleihs sind immer zuerst gebucht.
Die Plätze auf dem Reisemobilstellplatz kann man zwar nicht buchen, doch nicht nur in der Hauptsaison sind sie regelmäßig bis auf den letzten belegt. Die Reisemobilisten wissen das Ambienteam See sehr zu schätzen.

Bestimmt auch die vielen Läufer, obwohl sie dafür während der Runde nur wenige Blicke erübrigen können, die beim traditionellen Silvesterlauf um den See das Jahr ausklingen lassen. Er zählt zu den größten Laufveranstaltungen Niedersachsens und lockt immer viele Zuschauer an, die mit Glühwein den Temperaturen trotzen und alle Läufer bis zum Ende anfeuern.
Auf Wiedersehen 2016, willkommen 2017!

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