MASSENTOURISM AM EIBSEE – BAYERN IM STRESS

Eibsee2 unscharf

Im bayerischen Alpenvorland zeichnet sich derzeit eine alarmierende Entwicklung ab: Der malerische See Eibsee bei Garmisch‑Partenkirchen, gelegen am Fuße der Zugspitze, wird zunehmend zum Opfer seines eigenen Erfolgs. Die türkisfarbenen Wasser, umgeben von dichten Wäldern und überragt von den schneebedeckten Gipfeln, haben in den letzten Jahren eine regelrechte Social‑Media‑Explosion erfahren — was zu einem massiven Besucheranstieg geführt hat.

Der kleine Ort Grainau mit etwa 3.600 Einwohnern sieht sich mittlerweile mit Verkehrsstaus, überfüllten Parkplätzen und Infrastrukturproblemen konfrontiert: Tagesbesucher reißen Rekorde, Übernachtungen sind bereits hoch, doch tagsüber kommt oft der große Andrang.

Lokale Verantwortliche wie der Stellvertretende Bürgermeister Christian Andrae betonen, dass zwar die Wertschätzung der Natur erfreulich sei — gleichzeitig aber die aktuellen Zustände ihn an „Massevents“ wie das legendäre Oktoberfest erinnern.

Angesichts dieser Lage werden nun Konzepte diskutiert: Eine Entzerrung der Besucherströme, gezielte Steuerung von Verkehr und Parkflächen, vielleicht sogar Regulierung von Tagesgästen – um nachhaltiger mit dem Naturraum umzugehen. Wer künftig den Eibsee besuchen will, sollte sich dessen bewusst sein: Der stille Bergsee ist längst zum Publikumsmagnet avanciert, mit allen Konsequenzen.